Nephopterix angustella ist europäisch weit verbreitet und kommt von West- und Südeuropa über Mitteleuropa bis nach Osteuropa vor. Außerhalb Europas ist sie unter anderem aus der Türkei, Georgien und dem Iran bekannt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Areal deutlich nach Norden ausgedehnt. Man findet sie an sonnigen Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Hecken und Gebüsche, Säume, Streuobstwiesen, Parks und Gärten. Flugzeit ist von Ende April bis Anfang Juli und von Ende Juli bis Oktober in zwei Generationen. Die Weibchen der ersten Generation legen die Eier an Blütenknospen und jungen Früchten des Gewöhnlichen Pfaffenhütchens (Euonymus europaeus) ab. Die junge Raupe bohrt sich anschließend in die Frucht ein und frisst im Inneren vor allem an den Samen. Die Früchte sind zu dieser Zeit noch grün und unreif. Die Weibchen der zweiten Generation legen die Eier bevorzugt an heranreifende Früchte ab. Diese Raupen sind wesentlich häufiger, weil die reifenden Früchte bzw. Samen offenbar eine bessere Nahrungsgrundlage darstellen. Raupenzeit ist von Juli bis September, teilweise bis Oktober. Normalerweise überwintert die Art als Raupe und die Verpuppung erfolgt im Frühjahr in einem dichten, weißlichen Kokon im Laub und Detritus am Boden, in Rindenspalten oder zwischen den Früchten. Aber es hat auch schon Überwinterung als Puppe gegeben.