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Eichenprozessionsspinner



Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) kommt in Zentral- und Südeuropa (Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Niederlande, England) vor. Man findet sie bevorzugt an sonnigen Standorten, einzeln stehenden Bäumen und lichten Wäldern. Flugzeit ist von Ende Juli bis Anfang September. Die Weibchen legen über 100 gut getarnte Eier an der Unterseite junger Zweige im oberen Bereich der Bäume ab. Anfang Mai schlüpfen dann die samtartig behaarten Raupen, um Eichenblätter zu fressen. Sie durchlaufen bis zur Verpuppung 5 bis 6 Entwicklungsstufen, wobei sie jedes mal ihre alte Haut abwerfen. Tagsüber und zur Häutung verstecken sich die Raupen in ihren Gespinsten, die sich am Stamm befinden und aus feinen Fäden gesponnen sind. Gegen Abend wandern die Raupen von dort aus alle zusammen - wie bei einer Prozession - zur Nahrungssuche in die Baumkronen. Die Verpuppung erfolgt Ende Juni in Kokons innerhalb der Gespinste. Die Puppenruhe dauert 3 bis 5 Wochen, dann hat sich aus der Raupe der fertige Falter entwickelt. Nahrung der Raupen sind die Blätter insbesondere von Stiel-, Traubeneiche, Amerikanische Roteiche, aber auch anderer Laubbäume wie Buche, gern Hainbuche. Ab dem dritten Stadium entwickeln sich bei den Larven Gifthärchen (Setae) mit Widerhaken, die ein Nesselgift, das Thaumetopoein, enthalten. Sie brechen sehr leicht ab und können auch durch Wind verbreitet die sogenannte Raupendermatitis, in Form von Quaddeln, Papeln und Hautentzündungen übertragen. Weiterhin können Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare bis hin zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend können Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auftreten. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen.

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