Das nachtaktive Vierpunkt-Flechtenbärchen oder der Große Flechtenbär (Lithosia quadra) kommt in Süd- und Mitteleuropa östlich bis zum Amur und im Süden von Großbritannien und Skandinavien vor. Man findet ihn in Laubwäldern und in Obstbeständen, seltener auch in offenem Gelände vor. Sie sind weit verbreitet, aber selten. Ihre Populationen sind stark rückläufig. Flugzeit ist von Ende Juni bis September. Ob eine partielle zweite Generation in Erscheinung tritt oder ob es sich bei später gefundenen Faltern um Nachzügler der ersten Generation handelt, ist gegenwärtig noch unklar.
Nahrung sind Gelbflechten (Xanthoria parietina) und andere Flechten, die auf Obst- und anderen Bäumen wachsen. Die Eier werden in Paketen von 20 bis 50 Stück auf der Unterseite von Blättern abgelegt. Die Raupen leben in kleinen Gesellschaften und ernähren sich zunächst nur von Flechten, vorzugsweise an Laub- und Nadelhölzern. Später fressen sie auch Blätter. Eine Überwinterung erfolgt unter der Rinde, wo auch im Folgejahr die Verpuppung in einem lockeren Gespinst stattfindet.